Main Menu
Home
Notes
About Us
Our Amazon Store
Search
Links
Contact
- - - - - - -
Reiseberichte + Tipps von Wolfgang
Administrator
  • Deutsch
  • English

This is the private website of Michael and Hannelore Vonier. The website is bilingual. However not every contribution is available in both languages. Please click the German or American flag above.

 
Click for Kissimmee, Florida Forecast

Home arrow About Us arrow Basics arrow Warum leben wir in Florida?
Warum leben wir in Florida? Print E-mail
Written by Michael   
Hannelore und ich leben jetzt fast 5 Jahre hier in Central Florida, davon 3 Jahre ohne Unterbrechung. Warum sind wir hier und nicht woanders?

Seit Anfang der Siebzigerjahre hatte ich geschäftliche Beziehungen u.a. zu den USA - Import elektronischer Messgeräte -, aber es sollte noch bis 1987 dauern, bis Hannelore und ich das erstemal in die Staaten flogen.

Wir waren uns schon früher einig, dass wir so bald als möglich aus Deutschland weg wollten, vor allem wegen des Klimas. Beide mögen wir es warm und der ewig lange, trübe Winter in Deutschland hat uns genervt. Auf unseren Reisen haben wir verschiedene Orte in Erwägung gezogen: Südtirol, Südfrankreich, die Provence und die Kanarischen Inseln, besonders La Palma, aber irgend etwas für uns Wichtiges hat entweder gestört oder fehlte ganz.

Nachdem wir das erste Mal in USA waren und dann regelmässig zwei bis dreimal pro Jahr, wurde immer deutlicher: dorthin Geliebte lass' uns zieh'n, aber von dem "Land wo die Zitronen blüh'n", war noch nichts zu sehen!
Im Gegenteil, unser erster Kontakt mit Florida war eher schrecklich. Wir waren auf dem Rückflug von San Francisco nach München und hatten einen Zwischenstop in Miami eingelegt, um dort das Wochenende am Strand von Miami-Beach zu verbringen. Es war Sommer 1988 und extrem heiss und schwül, wir konnten das feuchte Klima nur schwer ertragen und für uns war Florida gestorben.

In den nächsten acht Jahren waren wir in Ohio, Kalifornien, Neu Mexico, Texas, New York, Staat und Stadt, immer auf der Suche nach unserem Fleck.
Während einer Austellung 1996 in Braunschweig schwärmte ein amerikanischer Geschäftsfreund von Orlando, da sei so viel los, Diney-World, Universal Studios, die grössten Outlet Factories der Welt, und, und, und. OK, so hängten wir bei nächster Gelegenheit an eine Geschäftsreise eine Woche Orlando mit dran.

Wir hatten längst eine Hotelkette gefunden, die es überall in den Staaten gibt und die uns entsprach, "Residence Inn of Marriott", aber für das sonnige, warme Florida schien mir das nicht geeignet.

Wir hatten schon mal in Südfrankreich, in Arnaoutchot, einer FKK-Anlage, einen Wohnwagen für ein paar Tage gemietet und in Kanada ein Ferienhäuschen (cottage), ebenso wie auf den Kanarischen Inseln. So etwas schwebte mir vor und ich wurde fündig. In einem alten Welt-Verzeichnis der FKK-Anlagen und Klubs stiess ich auf "CYPRESS COVE" gerade mal 20 Minuten von Disney entfernt. Ich reservierte in den Hotel-Villas, und wir blieben dort hängen. Seit der Zeit, mit einer Ausnahme, verbrachten wir jeden Urlaub hier, hielten uns den ganzen Tag in der Anlage auf, und waren noch nie bei Disney!

Was fasziniert uns an Cypress Cove? Zuerst ist das für uns ein Ort der Kraft, wir haben gleich gespürt, dass wir hier richtig sind. Dann das Klima, 3 Monate Winter, fast ohne Frost und 9 Monate Sommer, aber nicht so heiss wie im tropischen Miami, hier herrscht subtropisches Klima. Toll für uns war und ist, dass wir hier den ganzen Tag, wenn es das Wetter erlaubt, nackt sein können, das ist eine besondere Lebensqualität!

Cypress Cove besteht aus 3 Teilen auf einer Fläche von 300 Acres (= 120 Hektar) und einem eigenen See, dem Lake Brown. Ein Teil ist der Campingplatz mit 100 Wohnwagen-Stellplätzen, der zweite Teil sind die Hotelgebäude mit insgesamt 80 Räumen, einer Swimmingpool-Anlage, 6 Tennisplätzen, Petanque u.a.m. Der dritte Teil ist den ständigen Bewohnern, den Residents, vorbehalten. Das ist ein Mobile Home Park mit ungefähr 300 Einheiten. Mobile Homes sind hier sehr beliebt und teilweise viel schöner als manches Steinhaus in Deutschland. Man kauft sie von der Stange und verändert sie leicht und für relativ wenig Geld nach den eigenen Vorstellungen (großere Fenster einbauen, eine Tür versetzen, andersfarbig anstreichen, eine Veranda anbauen etc. geht problemlos und ohne Genehmigung). Für den Transport werden sie auf ein Fahrgestell aufgesetzt und bis zum Aufstellungsort geschleppt. Sie sind viel billiger als feste Häuser und auch steuerlich günstiger. Man zahlt eine Art Straßensteuer, wie bei einem Fahrzeug, die nur einen Bruchteil der Property Tax eines vergleichbaren Hauses ausmacht.

Von Anfang an war Hannelore neugierig, wie es sich in solch einem Mobile Home lebt; wir waren im Hotel, mit einem Schlafzimmer und einem Wohnzimmer, mit voll ausgestatteter Küche und einer Veranda mit Seeblick. Was will man mehr? Schliesslich konnte sie sich durchsetzten und wir verabredeten uns mit dem Makler und besichtigten das Mobile Home im Januar 1999, das uns immer schon wegen seiner Ausstrahlung und seinem Seeblick gefallen hatte. Und das war's: Liebe auf den ersten Blick, schlaflose Nächte und Kauf als Ferienhaus.
Nachdem wir es im April 99 übernommen hatten und nach München zurück kamen, Überraschung, Überraschung, Hannelore hatte in der Green Card Lotterie gewonnen. Wie das Schicksal so spielt, bei uns hat es nahtlos gepasst. Anstatt nur im Winter etwa 2 Monate hier zu sein, hatten wir die Erlaubnis für unbegrenzten Aufenthalt. Wir traten daraufhin unseren Ruhestand sofort an, früher als geplant, und sind nun seit Dezember 99 permanent residents der USA und können demnächst die amerikanische Staatsbürgerschaft beantragen.

Was ist hier besser als in einer entsprechenden Anlage auf den Kanarischen Inseln? Das Klima nicht, das ist ähnlich; es ist die Infrastruktur, die grossen Supermärkte in immer näherer Reichweite, das Warenangebot durch Amazon und Ebay und die Möglichkeit doch irgendwann Disney oder Universal zu besuchen... Auch die nationale und internationale Verkehrsanbindung mit Auto und Flugzeug ist ein Pluspunkt.

Wir haben jetzt u. a. vier verschiedene Zitronen-, einen Orangen-, einen Grapefruit-, einen Granatapfelbaum und mehrere Bananen auf unserem Lot (= Grundstück) und so passt Goethes Vers:

Kennst Du das Land wo die Zitronen blüh'n?
Dahin Geliebte lass' uns zieh'n.